Unseren letzten Tag in Pinnacles wollten wir nochmal klettern gehen und nachmittags dann zur Küste weiterfahren.

Erstmal musste aber wie immer ein ausgedehntes Frühstück her, schließlich will man sich nur gut gestärkt in unbekannte Wände wagen. Schon auf dem Parkplatz fiel uns der große, gelbe Schulbus auf, der sich dort breit gemacht hatte. Unsere Picknickarea war mit Schulkindern gut gefüllt, aber wozu hat man denn einen Laptop? Einfach die Musik etwas lauter drehen und schon sind nur noch die bettelnden Tiere ein Problem. :)

Nach dem Frühstück gings nun die unheimlich weiten 500m zum Felsen mit dem verheißungsvollen Namen "Tourist Trap". Was uns dort erwartete waren noch mehr Kinder und eine nette Betreuerin, die uns sagte, dass sie den Kindern klettern beibringen wollte und in zwei Wege Seile eingehängt hatte. War für uns aber kein Problem, da wir sowieso nicht vorhatten einen der Wege zu klettern. Wir gingen also zu unserer schönen 5.8+, die ich extra rausgesucht hatte. Für einen angstfreien Vorsteiger wie mich kein Problem. ;) Naja ich geb's ja zu war auch ein gut gesicherter Weg. :)

Die anderen Wege waren ja schon besetzt, also hatten wir auch gleich eine "Ausrede" nicht noch mehr zu klettern. ;)

Der Weg zur Küste war zunächst ziemlich unspektakulär. Da wir aber auf dem Weg durch ein Militärgebiet mussten hatte wenigstens Christian noch was zum gucken, was sich in regelmäßigen "Woa, geiler Militärüungsplatz" entlud. Tja diese Ex-Bundis eben. :P

Danach wurde wenigstens die Straße interessant - also eng und kurvig. :)

Irgendwann lichtete sich dann auch der Wald um uns herum und wir bekamen folgendes zu sehen:

Kueste

Die amerikanische Westkueste

Steilkueste

Steilkueste zwischen San Luis Obispo und Monterey

Nach einer weiteren Ewigkeit bogen wir dann auf den Coast Highway 1 ein, an dem sich ein State Park an den anderen reiht. Da unser Nationalpark-Pass in State-Parks nicht gilt sind die uns aber zu teuer und wir zogen es vor den Ausblick von der Straße aus zu genießen. Abends haben wir uns zum pennen in einen der zahlreich vorhandenen Turn-Outs gestellt.

Den nächsten Tag ging's an der Küste erstmal weiter bis Carmel, eine Stadt mit 3000 Einwohnern und 45000 Gift-Shops.

Natürlich nach dem ausgedehnten Frühstück am Strand. :)

Der Strand war über eine eigens gebaute Treppe gut zu erreichen, ansonsten aber ein nettes Fleckchen.

In Carmel konnte man auch wieder an den deutschen Autos erkennen, dass hier keine armen Menschen leben. Und auch wenn der Strand hier nicht schlecht war, waren wir nicht im Wasser, das Wetter war schließlich ausnahmsweise mal nicht so der Bringer.

Da Markus in Gardiner den Deckel vom Bremsflüssigkeitsbehälter des Plymouth verloren hatte und dieser seitdem von einen Provisorium [C: Nein, wir haben definitiv nicht nur einen Versuch unternomen das Loch dicht zu kriegen] ersetzt wurde entschieden wir uns nochmal schnell in einem Autoteile-Laden nach einem Ersatz zu suchen, der uns aber auch zu teuer war (die wollten 10$ für den Scheiss; wir haben inzwischen ein Doppelpack für 6$ gekauft). Im Nachbarladen machten wir uns auf die Suche nach einem Dosenöffner, die hatten aber auch keinen gescheiten. Als Ersatz gab's eine kleine Tüte Tortilla-Chips mit Käse-Dip

Chips und Kaese Dip

2,5kg Chips und 3kg Kaese Dip

Da es langsam Abend wurde haben wir dann noch in einem netten Restaurant einen echt verdammt leckeren frischen Fisch verspeist. Wir sind dem #1 dann noch bis Santa Cruz gefolgt um nochmal ins Internet zu gehen, nebenbei konnte man da am Strand auch noch ein kühles Bierchen genießen. Beim Verlassen der Stadt fielen uns die vielen Leute in unserem Alter auf, vorallem die Weiblichen, siehe Bild. :D

Hingucker

Wo er nur schon wieder hin guckt?

Von daher entschieden wir uns dann spontan noch einen der zahlreichen Clubs zu besuchen. [C: Ich hatte es vorher schon vor, da im Reisführer stand, dass Santa Cruz das Jugendzentrum sei.]

Nachdem wir dann aber ca. eine halbe Stunde durch die Straßen gelaufen sind und aus allen Clubs sehr komische Musik schallte, verflog unsere Motivation recht schnell. Christian ist dann noch nach San Jose weiter gefahren und hat dort einen netten Schlafplatz gefunden. :) [C: hätte ich mir auch schenken können, Flori hat eh die ganze Zeit gepennt]

Gruß

Flo(h)