Back on the North Island

Oct 3, 2016 • travelNew Zealand 2016

Bye South Island

Mit der Faehre geht es zurueck auf die Nordinsel.

Kaikoura war unsere letzte Station auf der Suedinsel. Am folgenden Abend fahren wir mit der Faehre zurueck nach Wellington. Waehrend wir auf die Faehre in Picton warten wird das Wetter besser und wir beobachten ein paar Wale in der Bucht – allerdings aus grosser Entfernung.

Tags darauf schlendern wir eine Runde durch Wellington und schauen uns das aufwendig gestaltete Nationalmuseum – Te Papa – an. Neben Aussellungsstuecken zur Geschichte und zur Kultur der Maori gibt es ein Blauwalskelett und das groesste jemals gefangene Oktopuss.

Wellington

Wellington, vom Pier neben dem Te Papa aus gesehen.

Staedte fesseln uns aber fuer gewoehnlich nicht lange und so verlassen wir Wellington gegen Mittag in Richtung Whanganui Nationalpark. Den Fluss hinunter zu paddeln soll eine schoene Mehrtagestour sein und wir wollen sehen ob man Teile davon auch als Tagestour machen kann. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, kurz vor dem Nationalpark beginnt es stark zu regnen und der Kanuanbieter sagt der Fluss haette derzeit zu viel Wasser. Die Jetboot-Tour war uns zu teuer und so suchen wir nach einer anderen Beschaeftigung fuer den folgenden Tag.

Wir finden Tongariro Alpine Crossing im benachbarten Tongariro Nationalpark. Hier soll es schoene Aussichten auf den aus den Herr der Ringe Filmen bekannten Schicksalsberg geben, und mit 19km ist die Tour auch gut in einem Tag zu schaffen.

Alpine Crossing Hope

Die ersten Kilometer des Tongariro Alpine Crossing sind geschafft. Es sieht so aus als wuerde der Himmel sich lichten.

Nebel und Regen lassen uns abermals alt aussehen und wir sehen nur Dunst. Voellig durchnaesst kehren wir nach ca. 7km um und steigen zum Auto ab. Als wir gegen Mittag wieder etwas aufgetaut und nicht mehr voellig nass sind, fassen wir den Entschluss nach Waitomo zu den Gluehwuermchen Hoehlen zu fahren. Es gibt in Waitomo mehrere Hoehlen durch die ein Fluss fliesst, aus dem sich die Gluehwuermchen ernaehren. Ueber dem Fluss sieht das in der Dunkelheit der Hoehle dann aus wie ein Sternenhimmel. Sehr schick, leider waren keine Fotos erlaubt.

Hobbiton Blue Door

Die Hobbithoehle mit der blauen Tuer.

Der naechste Tag bringt teilweise Trockenheit und ein weiteres – touristisches – Highlight der Reise. Hobbiton. Das Set fuer das Hobbit-Dorf aus gleichnamigen Filmen und den Herr der Ringe Filmen.

Hobbiton Lake

Hobbiton vom See aus gesehen. Im Hintergrund die Partywiese.

Fur Seals

Oct 2, 2016 • travelNew Zealand 2016

Fur Seal Sleep

Kaikoura ist der beste Ort in Neuseeland fuer Whale Watching und um mit Delfinen zu schwimmen. Leider ist das Wetter mal wieder relativ schlecht als wir dort ankommen und so begnuegen wir uns mit der Fur Seal Kolonie auf der Halbinsel vor dem Ort.

Fur Seal Sleep

Fur Seal Sleep

Fur Seal Counting

Bird

Christchurch

Oct 1, 2016 • travelNew Zealand 2016

Christchurch Central

Die Folgen der Erdbebens in der Innenstadt von Christchurch. Ueberall wird mit Hochdruck gebaut, trotzdem sieht man zerstoerte, alte und neue Gebaeude nebeneinander.

Das naechste Ziel unserer Reise heisst Christchurch. Christchurch ist die zweitgroesste Stadt in Neuseeland, mit knapp 350.000 Einwohnern aber immernoch recht klein.

Christchurch Cathedral

Die zerstoerte Kathedrale. Um das Schicksal der Kathedrale gab es jahrelang Streit.

Die Stadt wurde 2010 und 2011 von starken Erdbeben erschuettert, deren Auswirkungen man in der Innenstadt immernoch deutlich sieht. Die immernoch halb zerstoerte Kathedrale zeigt das wohl am deutlichsten.

Christchurch Cathedral Front

Die Front der Kathedrale ist komplett zerstoert, die Reste des Turms wurden bereits abgerissen.

Da Sonntag Abend ist, ist in der Stadt nicht viel los und so schlendern wir ein wenig durch die Innenstadt, trinken etwas im Pub und erholen uns vom vielen Reisen der letzten Tage.

Christchurch Arcades

Aus einem leerstehenden Platz wurde ein oeffentlicher Ort. Es gibt einen Maker Crate und eine Buehne.

The South

Sep 28, 2016 • travelNew Zealand 2016

Mirror Lake

Mount Cook und Mount Tasman spiegeln sich im Lake Matheson.

Wir beginnen den Tag mit einem Spaziergang um den Lake Matheson mit schoener Aussicht auf den Fox Glacier und wunderbaren Spiegelungen im Wasser. Den See sollte man sich frueh morgens oder abends anschauen, da er tagsueber nicht ruhig genug fuer die Spiegelungen ist. Wir waren gerade noch rechtzeitig.

Queenstown

Der Pier in Queenstown.

Einige Kilometer weiter verlassen wir die Kueste und fahren durch beeindruckende Taeler, vorbei an Wasserfaellen und grossen Seen bis Queenstown. Es ist Samstag und in Queenstown tobt das Leben. Wir holen uns zwei Burger bei Fergburger, einem beliebten Burgerladen in der Stadt und setzen uns fuer eine Weile an den See. Wir ueberlegen uns noch kurz einfach in Queenstown zu bleiben, immerhin sind wir schon mehr als 350km gefahren und es ist langsam dunkel. Am Ende entscheiden wir uns dann aber doch unseren Weg zum Milford Sound fortzusetzen.

Milford Sound Approach

Spektakulaere Aussicht begegnet uns auf dem Weg zum Milford Sound.

Auch auf diesem Weg begegnet uns spektakulaere Landschaft mit hohen Bergen und steilen Taelern. Auf dem letzten Stueck des Weges passieren wir einen Tunnel und fahren langsam und steil in das Tal hinab. Leider passieren wir dabei auch die Wolkendecke von oben. Das schoene Wetter der letzten Tage scheint nicht zu halten.

Milford Sound Pier

Am morgen ist es am Pier in Milford Sound noch ruhig.

Unten angekommen buchen wir eine kleine Fahrt durch den Fjord. Eine sehr gute Entscheidung, denn was man am Pier vom Fjord sieht ist nichtmal ansatzweise mit der Aussicht vom Wasser aus vergleichbar. Auf der Fahrt wird sogar das Wetter wieder besser.

Milford Sound Seal

Auch die Robben werden langsam wach.

Von Milford Sound aus geht es fuer uns nun nach Dunedin im Suedosten. Nach der spektakulaeren Natur der letzten Tage sind die weiten Taeler auf der Fahrt nun nicht mehr so spannend und wir verweilen nicht lange in Dunedin. Allerdings ist das Otago Settlers Museum sehr interessant.

Milford Sound

Die Wolken lichten sich und geben den Blick auf die 1200m hohen Berge am Fjord frei.

West Coast

Sep 27, 2016 • travelNew Zealand 2016

West Coast

Sonnenuntergang an der Westkueste der Suedinsel.

Fuer die Rueckkehr nach Marahau und die Fahrt zur Westkueste brauchen wir fast einen ganzen Tag. Als wir an der Kueste ankommen faengt es langsam an zu daemmern, was den Kuestenstreifen noch imposanter macht. Nach dem Besuch einer Robbenkolonie wird es langsam dunkel und wir steuern einen Zeltplatz an. Dort legen wir ein frisches Stueck Monkfish in die Pfanne. Es stellt sich raus, dass Monkfish sehr lecker ist. Eine Dusche und ein Bier spaeter fuehlen wir uns dann auch wieder menschlich und wir haben Zeit noch kurz den beeindruckenden Sternenhimmel zu geniessen. Allerdings treibt uns die Kaelte schon nach wenigen Minuten in’s Zelt.

Fur Seals

Eine Robbenkolonie am Cape Foulwind in der Naehe von Westport.

Der Morgen beginnt genauso kalt wie der Abend endete, wird aber schnell warm, als sich die Sonne hinter den Bergen hervor traut. Da sind wir schon laengst an den Pancake Rocks, die so aussehen wie aufeinander geschichtete Pancakes.

Pancake Rocks Pancake Rocks

Geformt durch Erosion, Druck und Plattentektonik, sehen die Pancake Rocks aus wie ein Stapel Pfannkuchen.

Wir folgen der Kueste bis in das kleine Doerfchen Okarito. Hier gibt es fuenf Haeuser, einen Zeltplatz und eine kleine Wanderung zu einer Lagune. Von der Lagune aus hat man einen guten Blick auf die Berge, die gleich neben der Kueste anfangen.

Three Mile Lagoon

Three Mile Lagoon, im Hintergrund die Southern Alps.

Auf dem Zeltplatz in Okarito duerfen wir Abends ein Feuer machen und da das Wetter mitspielt ergibt sich die Chance den Nachthimmel zu fotografieren ohne gleich zu erfrieren. Waehrend wir so die Milchstrasse bestaunen, machen wir einige Fotos auf denen man natuerlich nur einen Bruchteil der Sterne sieht.

Stars

Der Sternenhimmel in Okarito.

Abel Tasman Coastal Track

Sep 26, 2016 • travelNew Zealand 2016

Going South

Auf dem Weg nach Sueden lassen wir den Regen hinter uns.

Die Faehre braucht drei-einhalb Stunden um die Cook Strait zu durchqueren und uns von der Nordinsel auf die Suedinsel zu fahren. Wir lassen dabei immerhin den Nebel und den Regen der letzten Tage hinter uns.

Wood

Braucht jemand Feuerholz?

Wir folgen der Kuestenlinie ein wenig und besichtigen die grossartigen Buchten und Fjoerde zwischen Picton und Nelson. Wir betrachten gerade ein echt grosses Holzlager, als es neben uns im Busch raschelt. Ein Kiwi? Unwahrscheinlich, immerhin sind Kiwis nachtaktiv. Trotzdem ein Laufvogel, ein kleiner noch dazu. Am Ende stellt sich raus, es war kein Kiwi, sondern ein Waka. Auch Wakas sind wohl gefaehrdet, allerdings sieht man sie dafuer ziemlich haeufig.

Waka

Der Waka ist ein kleiner Laufvogel.

In Nelson kaufen wir ein grosses Stueck Kuh, das wir abends verspeisen. Damit sind wir gut geruestet fuer den naechsten Tag. Wir laufen die erste Etappe des Abel Tasman Coastal Track. Von Marahau geht es zur Torrent Bay. Da wir in der Nebensaison unterwegs sind, sind wir mit den grossartigen Straenden und Buchten ziemlich alleine.

Abel Tasman

Auf der ersten Etappe des Abel Tasman Track gibt es viel Wald, schicke Buchten und einsame Straende.

Nach etwa fuenf Stunden wandern stehen wir vor der Torrent Bay. Die immernoch mit Wasser gefuellt ist. Haetten wir doch mal genauer auf die Gezeitentabelle geschaut.

Waehrend Maria das Waser nach flachen Stellen absucht beobachte ich ein wenig den Waserstand. Nach einer Weile stelle ich fest, dass man dem Wasser beim abfliessen zuschauen kann. Es dauert nicht lange und man kann dort wo Maria gerade noch fast knietief im Wasser stand trockenen Fusses umher spazieren. Das merken auch eine ganze Menge kleiner Krebse und wagen sich vorsichtig aus ihren Loechern.

Torrent Bay High Tide

Torrent Bay Retreating

Torrent Bay bei unserer Ankunft und wenige Minuten spaeter.

Nach einer dreiviertel Stunde ist das Waser so weit zurueck gegangen, dass wir uns Badesachen anziehen und anfangen durch die Bucht zu waten. Die naechste Sandbank ist nicht weit. Als wir eine halbe Stunde spaeter auf der anderen Seite der Bucht ankommen ist das Wasser fast vollstaendig abgelaufen. Wir geniessen noch ein wenig die Sonne und machen einen Nachmittagssnack, bevor wir unser Zelt aufbauen. Leider haben wir nicht genuegend Zeit um am naechsten Tag einfach weiter zu wandern, sondern muessen zurueck.

Rainy Days

Sep 25, 2016 • travelNew Zealand 2016

Regen

Regen versperrt uns fuer ein paar Tage die Sicht.

Nach unserem letzten Tauchgang verlassen wir Paihia in Richtung Sueden. Wir passieren Whangarei und Auckland und fahren bis zur Coromandel Halbinsel. Nach langer Fahrt kommen wir zwischen Kauri Waeldern in einem Tal an unserem Zeltplatz an. Wir schlagen zur ersten Mal unser Zelt auf. Wir kochen noch ein paar Nudeln und dann fallen wir auch schon in’s Bettchen.

Am naechsten Tag beginnt der Regen. Da die interessanten Wege in der Naehe des Zeltplates entweder gesperrt sind, oder bei dem herrschenden Nebel und Regen eher langweilig waeren, beschliesen wir gleich zum Hot Water Beach zu fahren. Einem Ort wo es heisse Quellen direkt am Strand gibt. Man muss nur ein bisschen im Sand graben und kann sich wunderbar warme Pools bauen. So zumindest die Legende. Die Pools waren ziemlich pumpslau und man musste auch schon ganz schoen suchen, bis man eine gute Stelle gefunden hatte. An den falschen Stellen war das Wasser genauso eisig wie sonst auch.

Cathedral Cove

Im Regen spazieren wir eine Weile, bis wir Cathedral Cove erreichen.

Nach kurzem Fussbad ging es also weiter zur Cathedral Cove, ein Stueck noerdlich des Hot Water Beach. Ein schoenes Stueckchen Strand an dem das Meer mit der Zeit ein grosses Loch in den Fels gegraben hat.

Cathedral Cove

Wir schlendern durch Cathedral Cove.

Waehrend wir so durch den Durchgang schlendern kommt jemand auf uns zu. Wir denken zuerst wir sollen ein Foto von der Gruppe machen, zu der sie gehoert, aber wir liegen falsch. Sie hat Fotos von uns gemacht und wollte uns die Fotos zeigen und wissen, ob das okay fuer uns ist. Stoert uns nicht, und so haben wir jetzt noch ein paar mehr Fotos von uns. Am Ende mache ich doch noch ein paar Fotos von den Dreien.

Unser Ziel fuer den Tag heisst Rotorua. Unterwegs stoppen wir allerdings noch in Waihi und besichtigen die Goldmine. Eine sehr imposante, offene Mine mit 258m Tiefe. Im April scheint es hier einen Erdrutsch gegeben zu haben und es sieht aus als sei die Mine seitdem stillgelegt.

Goldmine

Die eingestuertzte Goldmine in Waihi.

In Rotorua bleiben wir nur fuer die Nacht, eventuell kommen wir auf dem Rueckweg nochmal in der Gegend vorbei. Immerhin ist hier Hobbiton und ausserdem ist das Obst sehr lecker. Wir beginnen den naechsten Tag, der leider auch sehr regnerisch ist, mit einem heissen Bad. Wir durchqueren gerade die Gegend mit der meissten vulkanischen Aktivitaet in Neuseeland, und so gibt es hier auch eine unmenge heisser Quellen.

Durch diese Quellen wird der Kerosene Creek auf eine sehr angenehme Badetemperatur geheizt. Als uns Stu den Tip gegeben hat, dachten wir noch wir haben einen echten Geheimtip. Als wir aber gerade mit Baden fertig waren fuhr ein Tourbus die Schotterpiste herunter und entlud eine ganze Menge Touristen, die nicht so aussahen als passten sie in den Wald. Spaeter trafen wir dann noch ein Paar aus Belgien, die uns erzaehlten, dass im Sommer Mountainbikegangs am Kerosene Creek gerne mal Autos aufbrechen. Naja, da wir von nichts wussten ist unser Auto heise geblieben.

Kerosene Creek

Kerosene Creek hat angenehme Badetemperatur. Ein Stueck abwaerts findet sich eine gute Badestelle.

Nach dem erholenden, warmen Bad sind wir bereit fuer neue Erkundungen im Regen. Wir besuchen Wai-O-Tapu, blubbernde Pools mit bunten Metallablagerungen. Ein kleines bisschen wie Yellowstone. Die drei Kilometer Rundweg beginnen am Champagne Pool, einem grossen dampfenden See, von dem wir lernen, dass er in 250m Tiefe, etwa 180 Grad heiss ist. An der Oberflaeche sind davon noch etwa 74 Grad uebrig.

Champagne Pool

Der dampfende Champagne Pool.

Eine ganze Menge kleinerer Seen, blubbernder Loecher und dampfender Baeche spaeter kommen wir an einen grossen See. Dieser ist das Ende des Weges und wir muessen zurueck.

Blubberpool

Es blubbert munter vor sich hin.

Den Nachmittag verbringen wir im Auto. Wir fahren bis hinunter nach Wellington um am naechsten Morgen die Faehre auf die Suedinsel zu nehmen.

Tauchen

Sep 24, 2016 • travelNew Zealand 2016tauchen

Fisch

Nun war es endlich so weit. Wir waren tauchen. Im Meer. Es war kalt und nass, aber es war richtig cool. Fuer unsere ersten beiden Tauchgaenge mussten wir noch ein paar Uebungen aus dem Pool wiederholen und ich durfte leider nicht filmen. Deswegen gibt es den Adlerrochen, den wir gesehen haben nicht als Bild.

Diving

Wir fahren mit dem Boot durch die Bay of Islands.

Mit Stu, unserem Tauchlehrer, und drei anderen Tauchern fahren wir raus zum Wrack der Canterbury. Das Schiff wurde vor ein paar Jahren vom Neuseelaendischen Tauchverband fuer einen Dollar von der Navy gekauft und als kuenstliches Riff hier versenkt. Die Stroemung hat das Schiff beim sinken wohl an eine etwas tiefere Stelle getrieben als geplant, und es liegt jetzt mit knapp 30m etwas zu tief fuer uns.

Unser erster Tauchgang fuehrt uns auf gut 12m Tiefe. Zusaetzlich muessen wir nochmal die Maske ausblasen und mit dem Atemgeraet des Buddies atmen. Dann steht dem Fische beobachten nichts mehr im Wege.

Diving in the Bay

In dieser Bucht machen wir unseren zweiten Tauchgang.

Oben gibt es dann etwas warmes zu trinken, das ist bei 14 Grad Wassertemperatur auch bitter noetig. Nach einer kurzen Pause geht es dann aber gleich zum zweiten Tauchgang. Wieder auf 12 Meter, diesmal aber mit anderen Uebungen und mehr Fokus auf Fische beobachten. Hier sehen wir auch den Rochen.

Unser dritter Tauchgang ist dann am naechsten Tag. Diesmal geht es bis 18m runter. Jetzt noch die letzten Uebungen, bevor wir dann beim vierten Tauchgang das Tauchen richtig geniessen duerfen. Jetzt darf ich auch Filmen. Endlich.

Blaue Fische

Beim letzten Tauchgang darf ich endlich filmen.

Wir umrunden ein kleines Riff, und schwimmen auf 10-12m Tiefe zu einer kleinen Hoehle. Aufgeschreckt durch Stus Licht sehen wir am Hoehleneingang jede Menge kleine Fische und eine recht grosse Muraene. Der Luftdruck in meinem Tank erreicht allerdings bereits 100 Bar und wir muessen langsam umkehren. Beim Auftauchen schwimmt Stu ploetzlich aufgeregt gestikulierend in meine Richtung und ich frage mich gerade was ich falsch mache, als er hinter mich zeigt. ich drehe mich um und sehe noch einen grossen grauen Ruecken und eine Schwanzflosse abtauchen.

Ich tauche langsam weiter auf und frage mich noch ob das wohl ein Delphin war, als ich beim auftauchen zwei Delphine aus dem Wasser springen und wieder abtauchen sehe.

Dolphin

Besuch von Delphinen.

Viel besser konnte unser Tauchkurs doch gar nicht enden. Und so machen wir uns nach einer tollen Woche in Paihia auf den Weg gen Sueden.

Diveboat

Die Rueckfahrt nach Paihia.

Ausflug nach Cape Reinga

Sep 19, 2016 • travelNew Zealand 2016

Cape Reinga Lighthouse

Der Leuchtturm am Cape Reinga.

Am Mittwoch haben wir wieder frei. Wir nutzen den Tag um nach Cape Reinga zu fahren. Cape Reinga ist nicht ganz der noerdlichste Punkt der Nordinsel von Neuseeland. Dieser liegt an den Surville Cliffs, etwa 30km oestlich.

Vom Parkplatz zum Leuchtturm ist es ein kurzer Spaziergang. Nach der laenglichen Fahrt eine willkommene Gelegenheit uns etwas die Beine zu vertreten und einen Happen zum Mittag zu essen. Waehrend wir da also so auf unserer Bank sitzen und unsere Brote essen, raetseln wir nun ob im Meer Tiere auftauchen. So richtig erkennen laesst es sich aber nicht, aber da war bestimmt was. Also schnell noch ein paar Fotos gemacht. Der spaetere kritische Kontrollblick am Laptop laesst uns aber nur Steine erkennen. Schade.

Cape Reinga Bay

War da was?

Ein paar Kilometer suedlich beginnt der 90 Mile Beach, ein 64 Meilen (102km) langer Sandstrand. Es gibt einen offiziellen Highway auf dem Strand, der von allen Tourbussen tatsaechlich gefahren wird. Unserem kleinen Auto wollte ich die Strecke aber nicht zumuten, wir sind dann lieber auf der normalen Strasse geblieben. Einen kurzen Abstecher zu den Giant Sand Dunes haben wir trotzdem noch gemacht..

Sand Dunes Ascend

Der Aufstieg zu den Giant Sand Dunes.

Beim Aufstieg fuehlen wir uns ein bisschen wie in der Wueste, zumal der Tag inzwischen schoen sonnig und warm ist. Um uns herum findet sich nichts als Sand.

Sand Dunes Sandy

Sandige Duene ist sandig.

Wir lassen den Tag ausklingen bei Fish & Chips in der schoenen Bucht von Mangonui. Der Fisch kommt quasi direkt von der Angel auf den Teller und ist entsprechend lecker. :-)

Mangonui

Der Pier in Mangonui, hier gibt es wohl den frischsten Fisch im ganzen Norden.

Exploring the Far North

Sep 18, 2016 • travelNew Zealand 2016

Whangamumu

Am Strand in der Bucht von Whangamumu.

Die Fahrt von Whangarei nach Paihia ist kurz. In Paihia angekommen haben wir erstmal nur ein Ziel: Den lokalen Tauchladen, um uns fuer einen Tauchkurs anzumelden. Gesagt, getan. Wir ueberlegen noch kurz, weil der Kurs zwar nur 4 Tage dauert, wir aber eine ganze Woche in Paihia bleiben muessen. Am Ende entscheiden wir uns aber die drei zusaetzlichen Tage zu nutzen um den Norden noch ein bisschen zu erkunden. Den Rest des Freitags verbringen wir dann auch prompt im Tauchladen und arbeiten uns durch die ersten beiden Kapitel Theorie durch.

Am Wochenende haben wir “frei” und so entscheiden wir uns am Samstag dafuer eine kleine Wanderung in Whangamumu zu machen. Ueber Weiden mit Schafen und durch subtropischen Urwald wandern wir fuer eine gute Stunde um zu einer entlegenen Bucht zu kommen. Das Wetter ist inzwischen wieder ein bisschen besser und so traue ich mich sogar hueft-tief in’s Wasser.

Whangamumu Bay

Die Bucht in Whangamumu.

Eine kurze Rast – und eine Handvoll Sandfliegenbisse – spaeter, setzen wir unseren Weg zur alten Walfangstation fort. Die Flut hat sich noch nicht ganz verzogen und so muessen wir einen Teil des Weges durch das Wasser waten. Ueber einen kleinen Huegel kommen wir zur alten Walfangstation, wo bis in das fruehe 20. Jahrhundert gefangene Wale verarbeitet und dann weiter verschifft wurden. Bis auf eine Handvoll Betonfundamente und den alten Kessel gibt es hier aber nicht viel zu sehen und so machen wir uns recht schnell auf den Rueckweg.

Whangamumu Whaling

Ueberreste einer alten Walfangstation in der Bucht von Whangamumu.

Fuer den naechsten Tag haben wir uns die Kauri Forests an der Westkueste als Ziel ausgesucht. Kauris sind die lokalen Mammutbaeume in Neuseeland und wurden – bevor sie unter Schutz gestellt wurden – von den Maori hauptsaechlich fuer ihre Kunst benutzt. Heute sind Kauris durch Kauri Dieback Desease bedroht, ein Pilz, der die empfindlichen Wurzeln der Baeume angreift.

Tane Mahuta

Der 2500 Jahre alte Tane Mahuta ist der groesste lebende Kauri.

Der groesste der Kauri Baeume ist Tane Mahuta. 2500 Jahre alt und ca. 18m hoch. Am beeindruckensten ist allerdings der sechs Meter breite Stamm. Wir wandern eine Weile durch den Wald und sehen eine ganze Menge Kauris, die Meisten allerdings noch jung und noch nicht ganz so imposant.

Kauri Forest

Der Weg durch die Kauris.

Am Montag ist das Wochenende vorbei und wir muessen wieder “bueffeln”. Zumindest ein bisschen Theorie zum Tauchen sollen wir noch machen, bevor es am Vormittag in den Pool geht. Wir ueben Wasser aus der Maske blasen, andere Taucher durch das Wasser schieben und unseren Auftrieb zu kontrollieren. Am Dienstag machen wir dann die Theoriepruefung, der erste grosse Schritt zum Taucher sein.

Up North

Sep 13, 2016 • travelNew Zealand 2016

Paihia Beach

Der Strand in Paihia in der Bay of Islands.

Wir verlassen Auckland gen Norden. Das Wetter ist gar nicht fruehlingshaft, sondern herbstlich ungemuetlich. 8 Grad, Wind und Regen begleiten uns. Trotzdem wagen wir uns unterwegs aus dem Auto und erkunden ein wenig die Umgebung. Die Kueste ist spannend, Steilkueste und dazwischen immer wieder nette Straende. Die Strassen sind entsprechend eng und kurvig, zwischendurch treffen wir auch mal auf ein Stueck ungepflasterte Strasse.

Coast Bird

Wir uebernachten in Whangarei und schauen uns den lokalen Wasserfall an, bevor wir uns auf den Weg zur Bay of Islands machen.

Whangarei Falls

Die Whangarei Falls.

Die Bay of Islands ist eine Bucht voller kleiner Inseln weit im Norden. Paihia ist eine praktische Basis fuer die naechsten Tage. Wir wollen ein bisschen den Norden erkunden, wandern gehen und einen Tauchkurs machen.

Bay of Islands

Boote in Waitangi, im Hintergrund ist Paihia, wo wir ein paar Tage verbringen.

Auckland

Sep 11, 2016 • travelNew Zealand 2016

Auckland from Devonport

Downtown Auckland, von Devonport aus aufgenommen.

Wir fliegen von Taipei mit einem kurzen Zwischenstop nach Auckland. Ein weiterer 12 Stunden Flug. Knapp 45 Stunden nachdem wir in Frankfurt abgehoben haben landen wir nun endlich in Neuseeland. Die Reise auf die andere Seite der Erde ist geschafft.

Der neuseelaendische Zoll beschraenkt sich bei unserer Einreise darauf das Zelt zu ueberpruefen. Das ging schneller und unkomplizierter als wir erwartet hatten. Nun schnell noch Geld holen – es gibt die Wahl zwischen ANZ und BNZ. Vielleicht macht ja mal jemand eine dritte Bank in Neuseeland auf und nennt die dann CNZ. :-D

Nachdem wir dann unseren Mietwagen in Empfang genommen haben, stuerzen wir uns in den Linksverkehr. Ich habe mit Linksverkehr zwar schonmal Erfahrung gesammelt, damals allerdings mit Automatik. Diesmal gab es den guenstigsten Mietwagen den ich finden konnte. Ein klappriger Daihatsu mit manueller Schaltung und etwas mehr als 300.000 Kilometern auf der Uhr. Allerdings wollen wir nicht meckern, bisher hat er uns noch jeden Berg hoch gefahren und jede Schotterstrasse souveraen gemeistert.

Auckland Downtown

Nach einer erholsamen Muetze Schlaf – in einem Bett, statt Economy Class Sitz – machen wir uns daran Auckland zu erkunden. Die Stadt ist erstaunlich duenn besiedelt, ausserhalb von Downtown gibt es fast nur Einfamilienhaeuser. Eine handvoll Parks und natuerlich die Buchten runden das Bild der duenn besiedelten Stadt ab.

Auckland Park

Nach dem Bummel durch Downtown widmen wir uns der Kultur und statten der Art Gallery einen Besuch ab. Hier gibt es Maori Kunst zu bewundern, die mit sehr viel schwarz aufwartet und daher extrem duester wirkt.

Den Nachmittag verbringen wir dann in Devonport, auf der anderen Seite der Bucht. Auf einem Huegel gibt es eine alte Station der Navy mit der Auckland in den Weltkriegen verteidigt werden sollte. Allerdings gab es den erwarteten Angriff nie und heute kann man dort die ausgemusterten Kanonen besichtigen und auf dem Huegel die Aussicht auf Auckland geniessen.

Wir lassen den Tag bei hervorragendem Kaffee (Flat White) und heisser Schokolade ausklingen – das Wetter ist inzwischen richtig ungemuetlich – und freuen uns auf den hohen Norden.

Taipei 101

Sep 9, 2016 • travelNew Zealand 2016

Taipei Street

Eine Strassenschlucht in Taipei. Im Hintergrund der Taipei 101.

Auf dem Weg von Frankfurt nach Auckland haben wir einen kurzen Zwischenstop in Taipei. Zwischen den beiden langen Fluegen vertreten wir uns also einen Tag lang die Beine.

Nach einem ausgiebigen Fruehstueck, kaufen wir eine Flasche Wasser und laufen schwitzend durch das tropische Klima. Es sollte fuer ein paar Tage die letzte Waerme werden, doch dazu spaeter mehr.

Unsere erste Station ist der 228 Peace Park, der mit einem grossen Monument an die Aufstaende von 1947 erinnert. Unruhen und Proteste fuehrten zur einer harschen Antwort des Regimes mit Tausenden von Toten und zu 40 Jahren Ausnahmezustand. Die naechste Station ist nicht so geschichtstraechtig. Im botanischen Garten bewundern wir Pflanzen und goennen uns eine lange Pause. So langsam macht sich auch der Jetlag und die kurze Nacht im Flugzeug bemerkbar und wir werden ein bisschen muede.

Lungshan Temple

Lungshan Temple.

Bevor der Schlaf eine Chance bekommt geht es nun weiter zum Lungshan Temple. Wie einige andere Touristen mischen wir uns zwischen die Locals und bewundern den Tempel. Es ist voll an diesem Vormittag und der Tempel ist ungewohnt hektisch.

Gebetskerzen

Gebetskerzen im Tempel.

Nach dem Besuch im Tempel machen wir einen Plan fuer den Nachmittag. Zum Mittag gibt es Dim Sum in einer der zahlreichen Kantinen an der Strasse. Es folgt ein kurzer Besuch am Democracy Boulevard wo die Muedigkeit doch gewinnt und wir ein kurzes Nickerchen halten. Zum Abschluss des Tages fahren wir dann noch auf den Taipei 101. Mit 509m bis zur Fertigstellung des Burj Khalifa in Dubai das hoechste Gebaeude der Welt.

Taipei 101 View

Der Blick nach Westen von der Aussichtsplattform des Taipei 101.

Von Santiago nach Bayamo

Oct 8, 2014 • travelCuba 2014

Nach insgesamt drei Naechten in Siboney, fahren wir mit dem Uso Particular zurueck nach Santiago de Cuba. Weil Busse in Kuba knapp und unzuverlaessig sind, wurden alte LKWs kurzerhand zu Personentransportern umgebaut. Meist wurden 4 lange Holzbaenke installiert. Nun spannt man noch eine Plane ueber den Truck und denkt sich einen passenden Namen, wie “El Durado” aus und schon hat man einen Behelfsbus in dem etwa 60 Personen Platz finden.

Uso Particular

Mit El Durado, einem Uso Particular, fahren wir zurueck nach Santiago de Cuba.

Von Santiago aus geht es auf die gleiche Weise bis in den kleinen Ort Chivirico, etwa 60km westlich. Hier neigt sich der Tag schon dem Ende und wir suchen uns noch ein kleines Zimmer und geniessen an der Strandbar ein kleines Abendbrot und ein Bier – natuerlich nur Flo. Dank unseres neuen kanadischen Freundes wird aus dem einem Bier allerdings gleich drei.

Die Bucht von Chivirico

Beim Abendessen blicken wir auf die Bucht von Chivirico.

Der Kuestenstreifen zwischen Chivirico und Marea del Portillo soll der schoenste der ganzen Insel sein und so heisst es fuer uns der Weg ist das Ziel. Am naechsten Tag fahren wir zunaechst mit dem Bus ueber abenteuerliche Strassen – nennen wir sie besser Feldwege. Trotzdem sind wir guter Dinge und freuen uns eine Weile ueber die gute Aussicht auch wenn wir ein paar Mal Angst haben, dass der Bus umkippt und mit uns im Meer verschwindet.

Kuba waere aber nicht Kuba, wenn alles Glatt laufen wuerde und so muessen wir auch diesmal improvisieren. In einem kleinen Ort, etwa 40km vor Marea del Portillo haelt der Bus ploetzlich an und alle steigen aus. Endstation. Und jetzt?

Steilkueste in Kubas Sueden

Die Steilkueste in Kubas Sueden ist die schoenste der Insel.

Etwa eine Stunde warten wir mit ein paar Kubanern, ob ein weiterer Bus kommt. Zwei der Wartenden werden von einem Lada per Anhalter mitgenommen. Weitere Autos, Busse oder LKWs kommen nicht vorbei. Eine Familie verliert noch vor uns die Geduld und macht sich zu Fuss auf den Weg. 40km sind zu weit zu laufen, noch dazu mit Rucksaecken. Trotzdem verlieren auch wir nach einer guten Stunde die Geduld und entscheiden uns ein Stueck zu laufen.

Wir sind noch keinen Kilometer weit gelaufen, da hoeren wir hinter uns deutlich ein Motorengeraeusch. Ein mit Holz beladener LKW quaelt sich hinter uns den Berg hoch. Ich halte den Daumen raus, kurz hoffen, das Motorengeraeusch wird leiser und der Fahrer haelt seinen LKW an. Ein kleiner Junge muss vom Beifahrersitz auf die Ladeflaeche, wo schon ein paar aeltere Jungs sitzen. “De donde van?”, “Wo wollt ihr hin?”, fragt der Fahrer. “Marea del Portillo.” – “Ahh, Marea.” Wir steigen ein.

Zwischen La Plata und Marea del Portillo

Zwischen La Plata und Marea del Portillo, im Sueden Kubas.

In Marea del Portillo verbringen wir ein paar Tage am Strand, bevor es per Anhalter und auf Trucks weiter bis Bayamo geht. Auch wenn wir in Bayamo nur eine Nacht verbringen, ueberrascht uns die Stadt. Bayamo ist nicht so verfallen, wie Havana und Santiago, hier gibt es einige schoene Haeuser und es ist auch nicht so laut, wie in den beiden anderen Staedten.

Der Strand in Marea del Portillo

Der Strand in Marea del Portillo, hier lassen wir es uns ein paar Tage gut gehen.

Playa Siboney

Oct 7, 2014 • TravelCuba 2014

Auf leeren Strassen faehrt der Bus der Stadtgrenze von Havana entgegen. Wir reisen weiter – endlich. Drei Naechte in Havana waren dann doch ein bisschen lang. Unsere Reise fuehrt uns nun nach Santiago de Cuba, einmal quer durch das Land. 16 Stunden dauert die Fahrt, nur die ersten 3 davon gibt es eine Autobahn, danach fahren wir meist auf Landstrassen. Die Autobahn ist mit vier Spuren pro Richtung mehr als ueppig ausgestattet, wir ueberholen nur alle paar Minuten mal ein Auto. In der Gegenrichtung herrscht aehnlich dichter Verkehr.

Puenktlich um 07.15 Uhr erreichen wir Santiago und koennen uns endlich mal wieder etwas laenger die Beine vertreten. An den obligatorischen Taxifahrern am Ausgang geht es vorbei, auf der Suche nach der naechsten Bushaltestelle. Unser genaues Ziel heisst Playa Siboney, ein paar Kilometer oestlich von Santiago. Die Bushaltestelle ist schnell gefunden, nun heisst es warten – wie so oft in diesem Land.

Eine gute Stunde spaeter sagt eine Frau zu den anderen an der Haltestelle wartenden, dass es hier keinen Bus mehr gibt, die Wegbeschreibung zur naechsten Haltestelle gibt mein Spanisch dann doch nicht mehr her und eigentlich sind wir des Wartens auch muede. Also verhandle ich mit einem Kubaner den Preis fuer ein Taxi und keine 10 Minuten spaeter steigen wir in einen knallroten ‘30er Jahre Ford. Abgesehen von der Farbe koennte das Auto direkt aus einem Mafia-Film kommen.

Playa Siboney

Playa Siboney, ein kleiner Badeort, oestlich von Santiago de Cuba.

Siboney ist ein Dorf am Strand, es gibt hier nicht viel zu tun, ausser am Strand die Sonne und das warme, karibische Wasser zu geniessen. Eigentlich wollen wir hier auch nur eine Nacht verbringen und dann ein paar Kilometer nach Osten weiter wandern. Doch es sollte anders kommen.

Der naechste Tag beginnt bewoelkt, perfekt um ein paar Kilometer nach Osten zu wandern. Wir bekommen noch ein ordentliches Fruehstueck in unserer Casa Particular – ein privat vermietetes Zimmer – und machen uns dann auf den Weg.

Ein Geier begleitet einen Teil unseres Weges, durch Gaerten, voller Bananenstauden und Baeume, die Mangobaeume sein koennten. In einer der Pausen wird eine Herde Ziegen ueber die Strasse getrieben und so vergehen die 8km recht schnell.

Gegen Mittag erreichen wir Villa La Punta, unser Ziel. Im Hotel heisst es allerdings man koennte uns erst um 16.00 ein Zimmer vermieten und so heisst es wieder einmal warten. Wir ueberlegen zwar uns noch woanders umzusehen, allerdings gibt es in unmittelbarer Naehe nicht viel; um nicht zu sagen nichts. Also verbringen wir ein wenig Zeit im nationalen Verkehrsmuseum, gleich um die Ecke. Die Sammlung von etwa 30 mehr oder weniger alten Autos bietet allerdings maximal eine halbe Stunde Unterhaltung.

Auch die Echsen geniessen den Schatten

Eine schattige Pause am Bordsteinrand.

An einem schattigen Plaetzchen lassen wir die restlichen Stunden vergehen, ein paar Echsen leisten uns dabei Gesellschaft. Kurz vor vier, begeben wir uns also endlich zum Hotel, einen Sprung in den Pool schon vor Augen. An der Rezeption laesst man mich eine Weile warten, bevor mir die einzige englisch sprechende Angestellte eroeffnet, dass nun alle Zimmer vermietet waeren. Sie sagt noch etwas von einer grossen Gruppe und ihre Entschuldigung geht in der betont sachte zufallenden Tuer unter.

Etwas entnervt fassen wir einen neuen Plan. Wir fahren zurueck nach Siboney und hoffen, dass das Zimmer von gestern noch frei ist. Unterwegs wollen wir aber noch das Valle de la Prehistoria anschauen.

Im Valle de la Prehistoria gibt es eine Sammlung lebensgrosser Statuen aus Beton von Dinosauriern und anderen Urzeitwesen, wie z.B. Menschen.

T-Rex im Valle de la Prehistoria

Dieser T-Rex ist eigentlich ganz zahm...

Die drueckende Sonne und unsere Rucksaecke machen die Runde zwar anstrengend, aber trotzdem sind die Figuren ganz nett und wir haben unseren Spass. Nachdem wir das Mamut erlegt haben, ist sogar fuer Abendessen gesorgt.

Mamutjagd

Flo auf Mamutjagd im Valle de la Prehistoria

Auf dem Rueckweg nach Siboney haben wir noch einmal Glueck, ein Kutscher haelt fuer uns an und bietet uns an ein Stueck mitzunehmen. So sparen wir uns immerhin ein gutes Drittel des Weges. Als wir wieder in Siboney ankommen ist es bereits Abend, noch ein kurzer Augenblick des Bangens: Ist das Zimmer noch frei? Schon auf der Strasse werden wir erkannt und nach einer kurzen Erklaerung stehen wir wieder im Zimmer und bekommen ein Abendbrot angeboten. Und so bleiben wir also noch zwei Naechte in Siboney.

Havana

Oct 6, 2014 • TravelCuba 2014

Die Sonne senkt sich bereits langsam, als unser Flugzeug in Havana auf der Landebahn aufsezt. Wir sind mit einer Charter-Airline unterwegs und so bricht das ganze Flugzeug in Applaus aus, als wir landen. Es folgt unser erstes zusammentreffen mit dem real existierenden Sozialismus seit wir denken koennen. Eine lange, sehr lange Schlange an der Einreise. Entsprechend langes warten und ein Foto spaeter sind wir nun auch offiziel in Kuba. Zur Belohnung duerfen wir uns an der naechsten Schlange anstellen. Unser Handgepaeck wird nun nochmal durchleuchtet und dann duerfen wir endlich unser Gepaeck entgegen nehmen und den Zoll passieren.

Havana von oben

Aus der Luft ist Havana - in der Abendsonne - schoen anzusehen

“Taxi, Taxi?” Gefuehlt 5.000 Taxifahrer wuerden uns – und die anderen Neuankoemmlinge – gerne in die Stadt fahren. Wir wuerden ja auch gerne in die Stadt, leider haben wir ausser ein paar nutzlosen Euros ueberhaupt kein Geld bei uns. Kubanisches Geld war am Flughafen in Frankfurt nicht zu bekommen und so muessen wir jetzt erstmal eine Wechselstube suchen. Wahrscheinlich ging es den anderen Passagieren auch so und ihr duerft nun raten was uns an der Wechselstube erwartet. Eine weitere lange Schlange.

Als wir endlich in das Taxi in die Stadt steigen ist es lange dunkel in Havana und so ist erstmal nichts aufregendes zu sehen. Eine grosse Ausfallstrasse, Ampeln mit Zeitanzeige und ein paar Betonbauten um uns herum. Auffaellig sind die vielen Ladas und natuerlich die ‘50er Jahre US-Strassenkreuzer die hier noch in grosser Zahl herum fahren.

Der Plaza de la Revolucion in Havana

Der Plaza de la Revolucion in Havana, im Hintergrund das Innenministerium

Der erste volle Tag in Havana beginnt am Plaza de la Revolucion, hier finden jedes Jahr am 01. Mai grosse Reden statt. Frueher noch von Fidel Castro persoenlich. Im Anschluss geht es an der Universitaet vorbei in Richtung Malecon. Auf dem Weg macht sich eine Erkenntnis breit: Havana ist eine heruntergekommene Stadt. Alte koloniale Villen und neuere Betonbauten verroten hier gleichermassen.

Wir gehen weiter, vorbei am Havana Libre, das vor der Revolution noch das Havana Hilton war, zum Malecon. Der Malecon ist Havanas grosse Strandpromenade und wohl einer der ruhigeren Orte in der Stadt. Leider haengen hier auch ziemlich viele Hustler rum, die Touristen mehr oder weniger zu Spenden noetigen. Noch etwas uebermuedet und nicht an Waerme und Laerm gewoehnt fallen auch wir darauf herein.

Dieses Erlebnis traegt natuerlich nicht gerade positiv zu unserer Laune bei und schlaegt sich bei mir ganz besonders in Fotos von verfallenen Kolonialgebaeuden nieder.

Verfallene Villen am Malecon

Ueberall in Havana findet man verfallene alte Kolonialvillen, wie diese am Malecon

Durch La Habana Vieja geht es nun weiter zum Bahnhof, doch ueberall ist deutlich sichtbar, dass die Stadt schon bessere Zeiten gesehen hat. Das einzige, was in der Stadt wirklich gepflegt wird, so scheint es, sind die US-Oldtimer.

Gut gepflegte, alte US-Strassenkreuzer

Havana ist wie ein Museum fuer diese alten US-Strassenkreuzer.

Dublin on foot

Sep 19, 2013 • fly.floh • Travel

Unser Flugzeug startet pünktlich am hochmodernen Flughafen in Berlin Schönefeld. Der Flug nach Dublin ist schon nach knapp zwei Stunden überstanden und wir eilen zur Bushaltestelle. Schnell durch die Passkontrolle, Gepäck haben wir nicht mit. Eine Brücke führt über die Zufahrtsstraße und schon kommen die Busse in Sicht. Wir haben noch gut 5 Minuten. Geschafft. :-)
Der Busfahrer ist noch sehr erfreut, dass ich ihn mit meinen blöden Fragen von seiner Zeitung trenne. Was fällt mir auch ein einfach eine Fahrkarte kaufen zu wollen. Immerhin zeigt er auf den Automaten.

Die Hostelbar hat ein leckeres IPA (O'Haras) und so wird die Nacht recht kurz. Ein kurzer Spaziergang durch Dublin wird zur Beschäftigung für den nächsten Tag. Frühstück im Park und viel Verkehrslärm sind die ersten Eindrücke von Dublin bei Tag.

Das Wellington Monument im Phoenix-Park

Das Wellington Monument im Phoenix-Park

Nach dem Frühstück geht es über den Fluss und am Guinness Storehouse vorbei. Am Storehouse liegt der Geruch von frischem Malz in der Luft, die 13,50€ Eintritt sind uns aber doch zu viel für einen Besuch in der Brauerei. Also weiter zum mittelalterlichen Teil der Stadt. Wer jetzt aber alte Gebäude erwartet hätte wird enttäuscht. Abgesehen von der Stadtmauer sieht es aus wie überall sonst.

Mittelalterliches Viertel

Das mittelalterliche Viertel in Dublin

Leider offenbart die Stadtmauer auch ein kleines Drogenproblem und so ziehen wir schnell weiter zum Schloss und zur St. Patrick's Kathedrale, bevor es im nächsten Park Mittag gibt. Parks und Kirchen gibt es hier wahrlich zu Hauf.

Schloss

Dublins Schloss

Ermüdet vom kurzen Spaziergang schlendern wir zum Ausklang noch ein wenig über die Shopping Meile, kaufen noch ein Guinness und erholen uns vor dem Hostel in der Sonne. Nur das Bier könnte besser sein...

River Liffey

Der Liffey fliesst durch die Innenstadt

Vegas

Sep 16, 2012 • fly.floh • USA 2012

Es ist sechs Jahre her, dass ich zum ersten Mal in Las Vegas war. Damals hatte ich diesen schoenen Seifenblasen-Effekt, als ich es gewagt habe mal an eine der “Marmor”-Saeulen im Mirage zu klopfen. Diesmal war ich also vorbereitet und recht gespannt darauf, wie ich Vegas jetzt erleben wuerde.

Die Fahrt von Yosemite dauert fast den ganzen Tag und fuehrt durch die Wueste im Osten Kaliforniens und Nevadas. Mit einigen Pausen in Orten, die allesamt schon bessere Zeiten gesehen hatten sehen wir die ersten Haeuser von Vegas am spaeten Nachmittag. Gerade als wir auf den Interstate 15 wechseln vernehmen wir ein komisches Geraeusch von draussen. Wind? Nein, viel zu laut und bestaendig. Ausserdem ist in den Baeumen gar kein Wind zu sehen. Sicherheitshalber verlassen wir den Freeway und schauen mal nach. Ein Blick unter die Stossstange und wir stellen fest, dass der Unterboden auf der Strasse schleift. Viel ist da nicht zu machen. Also ein zweiter Anruf bei Roadside.

Natuerlich haben die bei Alamo es noch nicht geschafft mal unser “neues” Auto in’s System zu uebernehmen und so ist der Anruf nicht hilfreich. Drei Stunden soll es dauern, das Auto zu aktualisieren. Zu lange. Notduerftig klemmen wir den Unterboden an der Stossstange fest und machen uns gaaaanz langsam auf den Weg zum Hotel.

Am naechsten Morgen rufe ich nochmal bei Roadside an. Dort wissen sie immernoch nix von unserem neuen Auto, wir werden aber zum Flughafen geschickt, das Auto zu tauschen. Immerhin. Bis auf ein paar kurze Diskussionen und Erklaerungen ist der Tausch am Flughafen problemlos und etwa eine Stunde nachdem wir den Alten dort abgegeben haben fahren wir mit einem weissen Toyota aus dem Parkhaus. Mal sehen, ob das asiatische Auto laenger haelt, als ein Europaeisches oder ein Amerikanisches.

Da der Strip tagsueber eher langweilig ist und wir sowieso noch haufenweise neue Klamotten brauchen halten wir an der Mall, direkt neben dem Flughafen, an. Die Details von 2h shoppen spare ich mir jetzt mal, als wir die Mall aber verlassen wollen regnet es in Stroemen. Soviel zum Thema Wueste.

Der Regen ist gar nicht das Problem, wir sind ja nicht aus Zucker. Der halbe Meter Wasser auf dem Parkplatz ist da schon schlimmer. Die Autotueren jetzt oeffnen waere der Tod von mindestens Kamera und Laptop, die sind naemlich unten im Rucksack. Nicht besonders clever, aber wer rechnet schon mit sowas? Also bleibt uns hoffen, bangen und weiter shoppen. Eine weitere Stunde spaeter steht das Wasser unterhalb der Autotueren und wir koennen das Elend genauer ansehen. Der Rucksack mit der Kamera stand zwar im Wasser, aber wasserdichter Rucksack und wasserdichte Kameratasche haben Selbige trocken bleiben lasssen. Der Rucksack mit dem Laptop ist sogar von aussen trocken geblieben.

Am Abend trauen wir uns dann auf den Las Vegas Strip. Den Teil des Las Vegas Boulevard auf dem die grossen Hotels und Casinos stehen. Ein neues Hotel mit Luxus-Mall ist dazu gekommen, sonst hat sich seit 2006 nicht viel veraendert. Menschen denen man normalerweise nicht im dunkeln begegnen wollen, verteilen immernoch die Nummern von “Stripperinnen”, es blinkt ueberall und Obdachlose betteln auf den Bruecken um ein paar Cent zum ueberleben. Dazwischen singen auch hin und wieder Strassenmusiker ihre Lieder. In den Casinos hoffen gebrochene Gestalten auf den schnellen Dollar. Dazwischen Einkaufsmeilen mit Juwelieren und Eisstaenden, an denen die Kugel Eis 6$ kostet.

Auf der Strasse geht es laut und blinkend zu. Ein LKW faehrt Kreise und macht Werbung fuer Eskorten. Mickey Mouse sitzt am Strassenrand und macht Fotos für Trinkgeld. Wer Mickey Mouse zu kitschig findet kann das Foto auch mit Frankenstein machen.

Vegas ist mir auch heute noch unsympatisch, die schreiende, soziale Ungerechtigkeit, die schier unbeschreibliche Umweltzerstörung und die langsam bröckelnde Fassade verderben mir nach wie vor den Spaß an der Stadt, auch wenn die voellig uebertriebenen Shows und die Attraktionen an jedem grossen Hotel natuerlich ihren Reiz haben.

Yosemite, again

Sep 13, 2012 • fly.floh • USA 2012

Eigentlich wollten wir San Rafael ja am Morgen mit unserem blauen Jetta verlassen, aber daraus sollte nichts werden. Als wir vom Zeltplatz zu unserem Auto zurueck kehren ist der hintere, rechte Reifen endgueltig platt. Also ruft Flo bei Roadside an, waehrend Laura und Maria mit Hilfe des Campground Host den Ersatzreifen aufziehen. Da der Jetta aber nur ein VW ist, ist der Ersatzreifen nur ein Notrad. Mehr als 50 Meilen pro Stunde (80km/h) sind damit nicht drin.

Wir tauschen das Auto, also gegen ein Neues - es sollte nicht der letzte Tausch sein - und machen uns gegen Mittag endlich auf den Weg nach Yosemite. Mit ein paar Pausen zum Einkaufen und Klamotten shoppen, kommen wir Abends in Tulomne Meadows an und sehen das Auto der Anderen noch unter einem Felsen stehen.

Ein Blick nach oben und wir sehen sie dort rumkraxeln.

Am naechsten Tag muss erstmal eine drei Jahre alte Route fertiggestellt werden. Waehrend die Maedels eine lange Wanderung zum Elizabeth Lake machen heisst unser Ziel Cryin’ Time again, eine 5.10a am Lembert Dome. Bei schoensten Sonnenschein geht es gegen halb 8 am Zeltplatz los. Wir sind die ersten in der Route und bis auf ein paar Seilfitze geht alles fluessig. Die Reibungen sind jetzt auch schon viel angenehmer als noch ein paar Tage zuvor.

Gegen Mittag erreichen wir den Gipfel und die ersten Sonnenstrahlen. Wir geniessen noch ein wenig die Aussicht ueber Tulomne Meadows auf den Cathedral Peak und machen uns dann an den Abstieg.

Am Nachmittag geht es dann zu einem wohlverdienten Bad in den heissen Quellen von Mammoth Hot Springs.  Vulkanische Aktivitaet vor 70000 Jahren hat hier dafuer gesorgt, dass kochendes Wasser aus der Erde kommt und sich im Fluss mit kaltem Wasser mischt. An ein paar Stellen haben Einheimische dann Pools gebaut, in denen man heute gemuetlich Baden kann.

An unserem letzten Tag im Park klettern wir nochmal auf den Cathedral Peak. Wunderschoene Knopfwand-Genusskletterei fuehrt ueber 5 Seillaengen auf den ueber 3000m hohen Gipfel. Die Aussicht hier oben ist echt sehenswert und der benachbarte Budd Lake sorgt danach fuer eine erfrischende Abkuehlung, bevor es Abends ordentliche Burger gibt.

Spaziergang in San Francisco

Sep 12, 2012 • fly.floh • USA 2012

Der Tag beginnt mit einem Fruehstueck in der Sonne. Die Wolken scheinen sich endgueltig verzogen zu haben, perfektes Wetter um es mal ruhig angehen zu lassen. 1$ in der Dusche auf dem Zeltplatz bringt uns 10 Minuten warmes Wasser und 5$ bei Starbuck’s bringen uns einen Kaffee und eine heisse Schokolade. Dank kostenlosem WLAN koennen wir dem Flieger von Flos Schwester beim landen zusehen und nebenbei ein bisschen was schreiben.

Als der Flieger gelandet ist, machen wir uns auf den Weg. Zurueck ueber die Golden Gate Bridge, einmal quer durch San Francisco und eine halbe Stunde spaeter sind wir am Flughafen. Im Verkehrschaos an der Ankunft drehen wir noch 5 Runden und dann hat Laura es auch durch die Einreise geschafft.

Zu dritt beschliessen wir eine Runde durch San Francisco zu spazieren. Von unserem kostenlosen Parkplatz aus, sind es 3 oder 4 Blocks bis zur Market Street, San Franciscos Hauptstrasse. Diese geht es entlang, bis zum Ferry Terminal, direkt in der Bucht. Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Bay Bridge, die aeltere der bekannten Haengebruecken San Franciscos.

An den Piers entlang geht es nun zum Fisherman’s Wharf. Alle paar Meter werden wir gefragt, ob wir nicht ein Velo-Taxi nehmen wollen und Flo fuehlt sich stark an Vietnam erinnert - “Heellooooooo Motorbike?” Wir aber bleiben hart - und geizig - und laufen die komplette Strecke.

Am Fishermen’s Wharf angekommen gibt es eine kleine Ueberraschung. Hier hat sich eine Horde Seeloewen angesiedelt, die durch Essensreste der oertlichen Restaurants angezogen wurde.

Wer genug von den doch zumeist eher faulen Seeloewen hat kann den Kopf nach rechts wenden und sieht Alcatraz, das beruechtigte, ehemalige Hochsicherheitsgefaengnis in der Bucht liegen.

Wir shoppen noch ein bisschen nach Souveniers - das hat man davon, wenn man mit Frauen herumreist ;) - und machen uns dann auf den Rueckweg.

Diesmal geht es durch China Town, wo sich die grosse Mehrheit der chinesischen Einwanderer angesiedelt hat. In der Folge gibt es nicht nur an jeder Ecke chinesische Spezialitaeten und Restaurants, sondern auch Strassenschilder mit chinesischen Schriftzeichen und taeuschend echte Geruchskulisse. Die Fusswege scheinen auch ein klein wenig voller, als im Rest der Stadt.

Unser kleiner Spaziergang neigt sich so langsam dem Ende, als wir doch noch eine der Hauptattraktionen der Stadt entdecken. Die Cable Cars fahren seit 1873 durch San Francisco und in letzter Zeit werden es sogar wieder mehr.

Als Tagesausklang werfen wir noch ein Lachssteak und eine Horde Maiskolben auf den Grill. Morgen geht es dann wieder zurueck nach Yosemite.

Kuestennebel

Sep 12, 2012 • fly.floh • USA 2012

Da Maria ja ein bisschen was vom Land sehen will und wir ausserdem noch meine Schwester in San Francisco abholen mussten, kehren wir Yosemite nach nur drei Naechten schon wieder den Ruecken und machen uns auf den Weg an die Pazifikkueste. Beim Tanken haben wir sogar den Reifen vom Auto nochmal aufgepumpt, war auch bitter noetig. Die Fahrt zur Kueste dauert einen ganzen Tag es geht durch Avocado und Weinfelder und durch kleine Staedte. Erst gegen Abend sehen wir das erste bisschen Wasser.

Die Nacht verbringen wir auf einem kleinen Zeltplatz direkt an der Kueste, als wir am naechsten Morgen aufstehen ist es neblig und kuehl. Viel ist von der kalifornischen Steilkueste also nicht zu sehen und Badewetter ist das auch nicht so recht. Hin und wieder bricht der Nebel aber auf und es ergeben sich tolle Blicke auf das Meer.

Neben kleinen Staedten wie Carmel-by-the-sea gibt es auch auf der engen, kurvigen Kuestenstrasse viele Moeglichkeiten anzuhalten und die Aussicht zu geniessen und so schlaengeln wir uns langsam und mit vielen Pausen nach Norden. An einem Parkplatz wimmelt es - wie eigentlich ueberall - von Squirrels, die sich als ziemlich fotogen erweisen.

Ein paar Orte hat Flo dann sogar von vor 6 Jahren wieder erkannt, auch wenn die Treppe diesmal in noch besserer Verfassung war.

Kurz vor Carmel trauen wir uns dann doch noch in den etwa 2° kalten Pazifik und als wir uns ueber die Huegel in Richtung San Francisco schlaengeln wird auch langsam das Wetter besser. Gegen Abend fahren wir dann mal wieder ueber die Golden Gate Bridge um zu unserem Zeltplatz in San Rafael zu kommen.

Auf der Bruecke meldet sich dann auch unser Reifen mal wieder. Da scheint dann wohl doch was nicht ganz in Ordnung zu sein. Als wir dann am Zeltplatz ankommen, geht nach einem langen Tag die Sonne unter.

Entdeckungstour im Yosemite

Sep 7, 2012 • fly.floh • USA 2012

Nach dem anstrengenden Klettertag brauchen wir erstmal eine kurze Pause, ausserdem wollen wir ja noch die Highlights des Nationalparks sehen. Die kleine Lampe im Auto, die anzeigt, dass der Reifendruck nachlaesst ignorieren wir erstmal und machen uns auf den Weg zum 2000m hohen Glacier Point. Wenn wir frueh da sind, so hoffen wir, sind wir vor den Massen da. Es ist Labour Day Weekend in Amerika, einer der grossen Feiertage, die viele Amerikaner dazu nutzen, mal aus den Staedten raus zu kommen.

Am Glacier Point ist es kurz nach 10 tatsaechlich noch verhaeltnismaessig leer und so geniesst sich die Aussicht ganz gut. Nach kurzer Pause geht es weiter zur Mariposa Grove, eine der 75 Stellen, an denen ausgewachsene Sequoias stehen. Sequoias sind eine Art von Mammutbaeumen und diejenigen, die um die 1000 Jahre auf dem Buckel haben stehen majestaetisch und riesig im Wald.

In der Vergangenheit wurden die Baeume oft wegen ihres Holzes gefaellt, oder es wurden Durchgaenge fuer Touristen hinein gesaegt. Heute sind die Baeume geschuetzt. Tatsaechlich haben die Sequoias eine grosse Rolle in der Gruendung der Nationalparks hier gespielt.

Zum Schluss schauen wir nochmal im Tal vorbei, bevor wir nach einem langen Tag in Tulomne Meadows die Anderen wieder treffen und gleich 2 grosse Rindersteaks verputzen. Der Wein schmeckt dazu besonders gut. :)

Im Urlaub angekommen

Sep 6, 2012 • fly.floh • USA 2012

Unser erster Tag in San Fransisco ist ein kalter, wolkiger Tag. So wie die meisten Tage in der Stadt. Wegen des Jetlags sind wir schon gegen 6 Uhr wach - in Deutschland immerhin 15 Uhr - und schauen uns das Fruehstueck im Motel an. Es gibt eine Waffelmaschine und duennen Kaffee, der Kakao schmeckt nach Chemie. Nach dem Fruehstueck kaufen wir noch letzte Verpflegung - Wein fuer 2$ die Flasche bei Trader Joe’s und Campingausruestung. Dann machen wir uns ueber die Golden Gate Bridge auf den Weg nach Yosemite. Maria und ich kommen ja nach dem Wochenende schon zurueck und haben dann noch ein wenig Zeit die Stadt zu erkunden.

Als wir die unmittelbare Naehe der Stadt verlassen, lichten sich die Wolken und es wird nach und nach waermer. Als wir in Tracy am Supermarkt anhalten ist es bereits ueber 30 Grad heiss.

Kurz vor dem Nationalpark biegen wir von der Hauptstrasse zu unseren Zeltplatz ab. Wir sind eine ganze Weile bergauf gefahren und jetzt etwa 1500m hoch. Die erste Etappe ist geschafft.

Eine kurze Nacht Schlaf und ein ausgiebiges Fruehstueck spaeter fahren wir zum ersten Mal in den Park. Am Eingang von Yosemite Valley, das Tal, das sich von El Capitan ueber den Halfdome bis nach Tulomne Meadows zieht, geht es an steilen, glatten Felswaenden klettern. Maria meistert ihren ersten Riss mit bravour, waehrend ich mich mehr rutschend als kletternd ueber zwei Reibungen quaele.

Als alle Wege abgeklettert sind geht es auf ein Bier und ein Eis zum baden im Fluss. Wunderbare Abkuehlung bei ueber 30 Grad.

Mit UFOs nach San Fransisco

Sep 4, 2012 • fly.floh • USA 2012

Die Flugbegleiter hatten gestern ihren ersten Streiktag. Wir sind trotzdem zum Flughafen gefahren und hatten Glück: Nur sechs Stunden Verspätung.

Nochmal 12 Stunden später landen wir sicher in San Fransisco. Jetzt noch schnell die intensive Fragestunde bei der Einreise absolvieren, Maria und ich gehen illegalerweise zusammen durch die Schlange, und schon sind wir in Amerika.

In Anbetracht der Uhrzeit, inzwischen ist es hier 18 Uhr und zuhause 3 Uhr, fahren wir nicht mehr nach Yosemite sondern bleiben in einem Motel in der Nähe und gönnen uns noch ein Stückchen Kuh zum Abendbrot.

Inzwischen sind wir in Yosemite angekommen, waren gestern eine Runde klettern und haben heute den Park erkundet. Fotos vom Tal und großen Mammutbäumen gibt es mal, wenn wir mehr als das Tablet dabei haben.

Central America by Photo

Nov 20, 2011 • fly.floh • Central America 2011

So langsam sind alle Urlaubsbilder entwickelt, begradigt und die ganz Schlimmen aussortiert. Die tollen, und die zu denen man spannende Geschichten erzaehlen kann, gibt es am Donnerstag zu sehen.

San Juan del Sur

Das Count Down macht um 20 Uhr seine Tueren auf, anfangen werde ich wohl so gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, aber es hat natuerlich niemand was dagegen, wenn ihr das eine oder andere Bierchen, oder - stilecht - den einen oder anderen Nica Libre konsumiert.

Chicken Buses in Nicaragua